Die Hamburger u. Lehrter Bahn (Jungfernheide
<> Spandau)
Was
einst ein elektrifiziertes Regionalbahngleis zwischen Lehrter Bahnhof
und dem Havelland war, wurde 1951, als der Bahnverkehr von der DDR-Reichsbahn
ins Berliner Umland mehr oder minder eingestellt. An seine Stelle trat
eine eingleisige S-Bahn - Verbindung
zwischen der Ringbahn und dem Bezirk Spandau. Bis zum Eisenbahnerstreik
im Jahre 1980 verkehrte hier die Zuggruppe N von Gesundbrunnen bzw.
Beusselstr. nach Spandau West.
1905 wurde der Bahnhof Siemensstadt-Fürstenbrunn mit finanzieller
Hilfe der Siemenswerke errichtet, damit die Arbeiter "einfacher"
zur ihrem Arbeitsplatz gelangen konnten. "Einfach" heißt
hier: Statt einem langem Fußmarsch vom Bahnhof Jungfernheide in
Kauf zu nehmen, von Fürstenbrunn aus mit der Spreefähre überzusetzen.
Als man 1929 die Siemensbahn baute, wurde die Bedeutung dieses Bahnhofes
zweitrangig. In den 1970er Jahren benutzen ihn weniger als 100 Fahrgäste
am Tag. 1980 wurde der Verkehr eingestellt. In den 1990er Jahren verkehrte
auf dem Streckenabschnitt zeitweilig eine Regionalbahn vom Havelland
bis zum Bahnhof Jungfernheide, hielt jedoch nicht in Siemensstadt-Fürstenbrunn.
Mit dem Bau der Hochgeschwindigkeitstrasse nach Wolfsburg wurden dann
1996 die letzten Bahnhofsreste abgerissen.
» Bilder vom
stillgelegten Bahnhof Jungfernheide (1987)
Historische Kursbücher
der Dt. Reichsbahn, mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Bahn
AG
» Kursbuch 1951
» Kursbuch 1979
Fahrzeiten 1961:
| Entfernung |
Betriebsstelle |
Fahrzeit
(in Min) |
Aufenthalt
(in Min) |
Höchst-geschwindigkeit |
| 0 |
Bln-Spandau |
0 |
0 |
60 |
| 4,13 |
Siemensstadt-Fürstenbrunn |
5,00 |
1,50 |
| 2,04 |
Jungfernheide |
2,75 |
0 |
| 6,17 |
|
7,75 |
1,50 |
|
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und Fotographien
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