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Autobahnen in Nordwestdeutschland
Autobahnen in Nordwestdeutschland
Bundesautobahn
A1 "Hansalinie": Fehmarn - Saarbrücken
Bundesautobahn A2: Oberhausen - Werder (Havel)
Bundesautobahn A7: Flensburg - Kempten
Bundesautobahn A26: Stade - Hamburg
Bundesautobahn A27 "Blocklandlinie": Walsrode - Cuxhaven
Bundesautobahn A28: Leer - Delmenhorst
Bundesautobahn A29: Oldenburg - Wilhelmshaven
Bundesautobahn A30: Amsterdam - Bad Oeynhausen
Bundesautobahn A31: Emden - Dorsten
Bundesautobahn A33: Osnabrück - Warburg
Bundesautobahn
A280: Leer - Groningen
Planungen
Bundesautobahn
A22: Westerstede - Bremerhaven - Lübeck
Eine
langfristige Planung ist der Bau einer Autobahn zwischen der A29 bei Westerstede
(nordwestlich von Oldenburg), Rodenkirchen, Bremerhaven, Bremervörde
und einem neuen Elbtunnel zwischen Glückstadt und Stade. Das
erste Teilstück der A22, die Weseruntertunnelung (heute Bundesstraße
437) südlich von Bremerhaven ist bereits eröffnet worden.
Bundesautobahn
A293: Stadtautobahn Oldenburg - Brake
Eine mittlerweile aufgegebene Planung ist
die Verlängerung der Oldenburger Stadtautobahn entlang der Bundesstraße
211 bis nach Brake (Unterweser).
Bundesautobahn
A290: Wilhelmshaven - Jever - Wittmund
Auch aufgegeben wurde der vierspurige Ausbau der
Bundesstraße 210 als Autobahn A290 zwischen Wilhelmshaven und Wittmund.
Lediglich die zwei Ortsumgehungsstraßen von Jever und Wittmund sind
von der alten Planung erhalten geblieben.
Bundesstraße
B6 (geplante Bundesautobahn A35): Nienburg (Weser) - Hannover
In
früheren Planungen noch als Autobahn A35 bezeichnet, ist der vierspurige
Ausbau der Bundesstraße B6 zwischen Nienburg, Wunstorf und Hannover
mittlerweile fast abgeschlossen.
Der letzte Bauabschnitt nördlich von Neustadt wird kommendes Jahr
freigegeben.
Stadtautobahnbau in Bremen
und Autobahnplanungen in
Nordniedersachsen

Orange gekennzeichnet sind
Autobahnstrecken, Stand 2007,
gelb gekennzeichnet sind autobahnähnliche Schnellstraße, AZB
heißt "Autobahnzubringer",
weiß gekennzeichnet sind aktuelle und historische Bauprojekte
Aktuelle Planungen
Bundesautobahn A281 ("Bremer Ring")
In früheren
Planungen war die A281 als A5 aufgeführt, die eines Tages einmal
von Rodenkirchen über Brake durch Bremen nach Syke, Minden (Westf),
Bad Driburg und Marburg führen sollte, wo die projektierte Trasse
Anschluss an die existierende A5 finden sollte.
» Geplante
A5 nach Bremen (bei Autobahn-Online.de)
Die A281 wurde erstmals im Flächennutzungsplan 1983 in die Stadtplanung
aufgenommen. Das erste Teilstück zwischen der A27 und den Bremer
Industriehäfen wurde 1995 fertiggestellt.
Das zweite Teilstück der A281 links der Weser zwischen Neuenlander
Straße und Stromer Straße wurde im Juni 2007 freigegeben.
Im weiteren Bauverlauf zur A27 ist auch ein mautpflichtiger Wesertunnel
geplant, der die Stadtteile Hasenbüren und Oslebshausen miteinander
verbinden soll. Die A281 soll nicht nur den Hafen an das Autobahnnetz
anbinden, sondern auch den Flughafen und die Standorte des Flugzeugbaus
von Airbus. Die Eröffnung des nächsten Bauabschnittes am Flughafen
folgt im Januar 2008.
Schwachhauser Heerstraße / Concordiatunnel
Im Flächennutzungsplan von 1983 wurde die Schwachhauser Heerstraße
zwischen Dobbenweg und Kurfürstenallee erstmals als Schnellverkehrsstraße
ausgewiesen: Grund hierfür war, dass die Eisenbahnunterführung
an der Parkstraße dringend saniert werden musste und der Bausenat
die Möglichkeit nutzen wollte, eine Unterführung mit einer größeren
Spannweite, den neuen "Concordiatunnel", zu bauen, damit eine
vierspurige Stadtautobahn Platz finden kann. Die projektierte Schnellstraße
soll die autobahnähnliche Kurfürstenallee mit der Hochstraße
am Breiteweg verbinden. Nach immer wiederkehrenden heftigen Protesten
aus der Bevölkerung (und vor allem der Bürgerinitiative "Keine
Stadtautobahn durch Bremen") konnte der Baustart bis 2007 herausgezögert
wurden. Außerdem hat die Stadt Bremen ihren ursprünglichen
Plan, eine vierspurige Straße und eine Straßenbahn auf eigenem
Gleiskörper, dem auch die Vorgärten der Anrainer gänzlich
zum Opfer gefallen wären, modifiziert: Nun sind nur noch anderthalb
Fahrspuren pro Richtung nötig, außerdem wird über LKW-Fahrverbote
diskutiert. Die Bürgerinitiative war mit diesem Vorschlag nicht einverstanden
und zog vor das Oberverwaltungsgericht, verlor aber. Von der Stadt wurde
unter großem Protest der Anwohner in einer Nacht- und Nebel-Aktion
alle Lindenbäume vor dem Concordiatunnel gefällt, um den Ausbau
nach 24 Jahren Planungszeit angehen zu können. Die ersten Ausbauarbeiten
südlich der Hollerallee sind mittlerweile (November 2007) durchgeführt
worden.
»
Bürgerinitiative "Keine Stadtautobahn durch Bremen"
Verlängerung A270 in Bremen-Nord
Die ehemalige vierspurige
Bundesstraße B74 wurde im Jahr 2001 als Autobahn umgewidmet. Allerdings
gab es damals keine baulichen Veränderungen, sodass es auf weiten
Teilstücken der Autobahn keinen Standstreifen gibt.
Im Dezember 2009 soll die Stadtautobahn Bremen-Nord von ihrem jetztigen
Endpunkt an der Kreinsloger bis zur Farger Straße verlängert
werden. Die Trasse für den Autobahnbau wird schon seit vielen Jahren
freigehalten.
Historische Planungen
Mozarttrasse / Mozartbrücke
Im Bremer Senat wurde 1959 das folgenreichste Autobahnbauprojekt beschlossen.
Zwischen dem Rembertikreisel am Ende der Hochstraße sollte eine
Stadtautobahn, damals Osttangente genannt, quer durch das gesamte Ostertorviertel
(bestehend aus historischen Bremer Häusern), bis zu einer Weserüberquerung
namens Mozartbrücke gebaut werden.
Im Ostertorviertel, heute das Szeneviertel Bremens und von der Bevölkerung
liebevoll nur "Das Viertel" genannt, sollten 6.000 Wohnungen
abgerissen werden, um einer Hochhaus-Wohnbebauung im Stile der 60er Jahre
Platz zu machen. Das Vorhaben sollte ein Studienmodell für die Städtebausanierung
in der Bundesrepublik werden. Im Flächennutzungsplan 1967 wurden
die Planungen konkretisiert. In einer für Deutschland einmaligen
Aktionen organisierten sich Bevölkerung und die örtliche Politik,
vor allem der SPD-Ortsverein der Bremer Altstadt, gegen das Projekt. Sie
schlugen sogar Kompromisslösungen vor, wie zum Beispiel den Bau eines
Tunnel auf Stelzen, der von Wohnhäusern überbaut werden sollte
(ähnlich der Schlangenbader Straße in Berlin), um die Zerschneidung
des Quartiers abzuwenden. In zwei Abstimmungsrunden des Bremer Senats
wurde im Dezember 1973 einmal mit knappen Mehrheit für den Bau der
sog. "Mozarttrasse" gestimmt und am nächsten Tag mit großer
Mehrheit dagegen. Nach dem Entschluss für das Aus der Trasse mussten
die Anwohner die nach dem Krieg unsaniert gebliebenen Straßenzüge
mit einer "Sanierungsabgabe" unterstützen. Für die
am Hochhausbau beteiligten Wohnungsbaugesellschaften wurde ersatzweise
die Großsiedlung Osterholz-Tenever aus der Taufe gehoben. Das Ostertorviertel
blieb aber von weiteren Planungen verschont und konnte bis heute sein
ursprünglichen Charakter erhalten.
Gebaute Autobahnteilstücke
Hochstraße / Breiteweg
In
den Jahren 1962-74 wurde die Hochstraße zwischen dem Rembertikreisel
und der Stadtautobahn Bundesstraße 6 quer durch die nördliche
Innenstadt gebaut. Nicht nur das die Trasse das gesamte Bahnhofsviertel
zerschneidet, zudem ist sie noch der erste Eindruck den der Reisende von
Bremen erhält, wenn er den Hauptbahnhof in Richtung Stadt verlässt.
Nach dem Bau der Hochstraße war selbst der zuständige Baudirektor
Dr.-Ing.
Franz Rosenberg so
entsetzt, dass er sich bei der Bevölkerung rechtfertigte:
"Für
die Hochstraße als Bauwerk war eine formal elegante Form gefunden
worden, und die entlastende Funktion für den Bahnhofsvorplatz war
evident. Trotzdem war ich entsetzt, als ich die Hochstraße zum ersten
Male befuhr, denn von einem Raumerlebnis konnte keine Rede sein, weder
für die Autofahrer oben auf der Hochstraße,noch für die
Verkehrsteilnehmer auf dem Straßenniveau des Breitenweges. Es war
ein schmerzhafter Mißerfolg, und es gab keine Entschuldigung, ich
hatte mich vollkommen getäuscht, und dass ich mich in guter und zahlreicher
Gesellschaft befunden hatte, war kein Trost."
In der Vergangenheit wurde immer mal überlegt, die Hochstraße
abzureißen und an ihrer Stelle einen Grünstreifen entstehen
zu lassen. Diese »
Projekte werden aber von den wechselnden Inhabern des Bauressorts
unterschiedlich bewertet, sodass die Planungen bislang nicht konkretisiert
werden. In Hannover wurde eine ähnliche Hochstraße im Zentrum
unlängst planiert und die Fläche bepflanzt.
Abb.: Die Hochstraßentrasse
zerschneidet den Bahnhofsvorplatz
Stadtautobahn B6/B75: Bremen - Delmenhorst (geplante Bundesautobahn A282)
folgt.
Kurfürstenallee:
Bremen Vahr - Schwachhausen
Text
folgt.
Abb.:
Rampe
zur Straßenbrücke der Kurfürstenallee über die Kirchbachstraße
Abb.:
Fünfspurige
Kurfürstenallee in Höhe Metzer Straße
Quellen:
Plath, C. (1988): Von Wegen zu Straßen - Planen für den Verkehr
in Bremen. In: Roder, H. (Hrsg): Verkehr
in Bremen. Bremen: steintor verlag.
Radziwill, K. (2006): Trassenkampf. Bremer OstertorViertel. Film, Radio
Bremen.
Dank an die Bürgerinitiative "Keine Stadtautobahn durch Bremen"
für ihr Material.
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